Wir waren zwar selbst nicht vor Ort, möchten aber dennoch gerne über das Spiel und den damit verbundenen Einzug ins Halbfinale des Kreispokals berichten und dürfen folgenden Beitrag dürfen wir von Jens Freesemann übernehmen.
"INS HALBFINALE GEROBBT!
Wie im Laufe der Woche schon befürchtet musste Coach Agena wieder alle Möglichkeiten ausschöpfen, um zum Anpfiff eine schlagkräftige Truppe zusammenzuschustern. Mit einem Telefon am linken und dem Zweitgerät am rechten Ohr, wie ein Frankfurter Broker versuchte er die Spieler gesund zu telefonieren. Am Ende schickte Coach Agena folgende Elf ins Robbengehege gegen die SG Norddeich/Norden: Keeper Vogel glänzte durch Abwesenheit, der Mann hatte sich bei Stunt-Aufnahmen für ein Insta-Reel bei seinem Arbeitgeber Edeka Scheidemann fachgerecht den Zeh abmontiert (glauben wir zumindest). Für ihn durfte unser Schweizer Taschenmesser Kartoffel-Grootes den Kasten hüten. Als Wellenbrecher gegen die herannahenden Kegelrobben der SG Norddeich/Norden rührte die Viererkette um You-vs-You Bald, Lenny Peng, Booki der Graue und Krachbummenten-Peters den Beton an. Auf der Doppelsechs starteten wir mit Maverick-Rodenbäck und Baller-Caspers. Die Abteilung Attacke aus dem Wittmund-Spiel blieb weiter bestehen mit Shaqiri-Gronau, Büffel Buhr, Banana-Max und Muskelkater-Janssen!
Anpfiff. Die SG legte los wie der Seenotkreuzer bei Windstärke 12 und in den ersten 25 Minuten brannte unser Strafraum lichterloh. Wir hingegen standen brav auf dem Rasen und haben das Spektakel mit der passiven Faszination von Kleinkindern vor dem Becken der Seehundstation bewundert. Gottseidank konnten wir Torchancen meist in letzter Sekunde unterbinden oder Kartoffel-Grootes glänzte mit einer Monster-Parade bei einer 1000%-gen Chance der SG.
Wir setzten eher auf den Langen Ball serviert mit einer Prise Zufall. Der Zufall schlug in der 39. Minute zu. Nach einem langen Ball legt Büffel Buhr die Kugel geschmeidig auf Krachbummenten-Peters ab. Der nimmt aus 25 Metern Maß und zimmert das Spielgerät stramm in die Ecke. 1:0! Peters feierte sein Treffer wie immer, in dem er so schnell wie möglich auf seine Position zurückrennt… merkwürdiger Jubel. Nach dem Treffer kamen wir besser ins Spiel und die SG wurde ungenauer in ihren Aktionen. Kurz vor dem Pausentee zog Oli die Maurerkelle aus der Latzhose. Freistoß aus 20 Metern, etwas frischen Putz drauf, sauber reingeschmiert. 2:0 der Klasse "schmeichelhaft".
In der zweiten Hälfte folgte ein wildes Ping-Pong mit wenigen Highlights darunter war ein strittiges Abseitstor der SG, das zu unseren Gunsten aberkannt wurde. Auch auf dem Videomaterial ein knappes Ding! Die Luft wurde auf beiden Seiten spürbar dünner. Angeschlagene Spieler schleppten sich vom Feld wie der "Rasende Kalle" mit Achsbruch. Für frischen Wind sorgten Long Dong und Fenko Ferrari. Letzterer lieferte sich auf der Außenbahn mehrere Drag-Races mit dem SG-Captain.
Im Laufe der zweiten Hälfte litten beide Teams mittlerweile unter Atemnot. Für Coach Agena das unmissverständliche Signal, sich selbst in die Schlacht zu werfen! Fast hätte er nach einer Hereingabe von Oli sogar eingenetzt! Es war eben jener Oli, der in der 90. Minute dann endgültig den Sargnagel in die Ambitionen der SG trieb. Nach zwei Pressschlägen, klebte die Pille an Olis Schuhwerk fest. Er schob den Ball irgendwie durch den Torwart hindurch in die Maschen. 3:0!
Halbfinale gebucht! Ob das heute fußballerische Haute Cuisine war, fragt morgen beim Filterkaffee mit Mettbrötchen keine Sau mehr."



